Spielen ist mit dem Kindsein untrennbar verbunden. Schon Babys interagieren mit ihrer Umgebung spielerisch. Und der natürliche Spieltrieb zieht sich durch das ganze Leben eines Menschen weiter.
Doch warum ist Spielen so wichtig für die kindliche Entwicklung? Wir möchten dir die wichtigsten Antworten darauf in Kürze zusammenfassen.
Kinder brauchen das Spielen für eine gesunde Entwicklung
Spielen ist für Kinder ein Grundbedürfnis. Sie lieben es nicht nur, sie brauchen es auch für eine gesunde Entwicklung. Es kommt ganz natürlich und wird jeden Tag mit Freude ausgelebt. Das ist dabei völlig unabhängig von der Kultur, der Sprache und der Umwelt. Der natürliche Spieltrieb ist jedem Menschen angeboren.
Die Wichtigkeit des Spielens wird regelmäßig auch wissenschaftlich untersucht. Eine amerikanische Studie etwa gibt an, dass Spielen für das emotionale, kognitive, physische und soziale Wohlsein von Kindern sehr wichtig ist und es außerdem ein wichtiger Aspekt einer gesunden Eltern-Kind-Beziehung ist.
Wenn Kinder nicht mehr richtig spielen, ist dies meist die Folge von sehr negativen Umständen und sollte für Eltern ein Warnsignal sein. Eine niederländische Studie etwa kommt zum Ergebnis, das chronische Krankheiten das Spielen behindern können, aber das Ermöglichen von Spielen gleichzeitig auch ein wichtiger Baustein dafür sein kann, diesen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.
Seien wir aber ehrlich, keine Eltern diese Welt benötigen die Wissenschaft, um zu bestätigen, was wir ganz aus uns selbst schon immer wussten: Spielen ist für Kinder sehr wichtig und wir sollten alles dafür tun, um es zu fördern!
Spielen heißt Lernen
Spielen und Lernen ist für Kinder eng miteinander verbunden, das besagt auch eine Studie. Die strikte Trennung dieser Konzepte wird oft erst in der Schule eingetrichtert. Schon Babys lernen spielerisch den Zugang zu ihrer Umwelt und zu sich selbst. Das setzt sich durch die gesamte Kindheit fort.
Kinder lernen zum Beispiel, das Dinge auf den Boden fallen oder das runde Objekte rollen. Sie lernen, was passiert, wenn sie ihren Körper oder Gegenstände in Wasser tauchen oder was passiert, wenn Objekte aufeinanderstoßen.
Und genauso, wie sie über die Welt lernen, lernen sie auch mehr über sich selbst. Sie lernen kennen, welche Fähigkeiten sie haben. Sie finden heraus, was ihnen selbst Spaß macht. Sie können sich selbst testen und erfahren, wie es ist, an seine eigenen Grenzen zu kommen und diese zu überwinden.
Alles, was wir Erwachsenen als selbstverständlich voraussetzen, muss ein Kind erst lernen. Und es lernt diese Dinge durch das Spielen. Nicht immer können wir von außen ersehen, was der Lerneffekt ist, aber jeden Tag nimmt unser Nachwuchs neue Dinge und Eindrücke auf, durch die er die Welt und sich selbst besser verstehen kann.
Spielen fördert die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten
Das Spielen hilft Kindern, ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Sie lernen ihren eigenen Körper einzuschätzen und immer besser einzusetzen. Alles vom Krabbeln zum Laufen und komplexeren Bewegungsabläufen wird im Spielen durchprobiert und immer wieder geübt.
Dadurch, dass ständig neue Sachen ausprobiert werden oder unvorhergesehene Effekte durch das Spielen auftreten, wird das Kind ermutigt, über neue Dinge nachzudenken oder sein Handeln zu planen. Das Spielen erlaubt Kindern, sich selbst vor neue Herausforderungen zu setzen und diese zu lösen.
Auch die Kreativität wird durch das Spielen gefördert, indem Kinder ständig Szenarien durchspielen und ganz und gar in ihrer eigenen Welt versinken. Aus unbelebtem Spielzeug wird in den Augen des Kindes ein wundersamer, zauberhafter Teil ihrer Welt, den sie mit ihrem eigenen Leben füllen.
Spielen fördert die sozialen Fähigkeiten
Das gemeinsame Spielen, zunächst mit den Eltern und später mit anderen Kindern, ist der natürliche Weg für Kinder, soziale Kompetenzen aufzubauen. Sie lernen, welche Folgen ihr Handeln für andere hat. Und sie können durch das Spielen Bindungen zu anderen Menschen aufbauen und stärken.
Für ältere Kinder ist das Spielen mit anderen zusätzlich wichtig, um den Umgang und das Lösen von Konflikten zu lernen und zu üben. Das gemeinsame Spielen öffnet den Weg, die Bedürfnisse von anderen im Kontrast zu den eigenen zu erkennen und darauf Rücksicht zu nehmen.
Spielen tut Kindern einfach gut
Zu guter Letzt tut Spielen Kindern einfach gut. Sie können sich entspannen, fallenlassen, loslassen, ganz im Hier und Jetzt versinken. Sie können angestauten Stress abbauen, lachen, sich freuen. Sie können nach einem Streit wieder die Bindung zu anderen suchen. Sie können sich bewegen und ihre angestaute Energie loswerden.
Kurzum: Spielen ist für Kinder unglaublich wichtig. Und wer einmal einem spielenden Kind zugeschaut hat, weiß um die Magie, die in diesem Spielen steckt. Wir als Eltern sollten versuchen, das Spielen so gut es geht zu ermöglichen und zu fördern.


